Das Riesenbecker Platt

nachträgliche Veränderung oder Ergänzung vorhandener Wörter und neu erfasste Wörter

Schreibweise Wibbelt – ähnlich

Schreibweise phonetisch

Vokabular

`et   das (unbetont)  [De häff ‘et gröttste Huus.  – Der hat das größte Haus.] (auch: ‘at)

`ét das (unbetont) [De häff `ét chrôttßté Huuß. Der hat das größte Haus.] (auch: ‘át)

Auto brummbrumm (SglW) n Auto (Kindersprache)

Auto brummbrumm (SglW) n Auto (Kindersprache)

Auto Tuttut (SglW) n Auto (Kindersprache)

Auto Tuttut (SglW) n Auto (Kindersprache)

Auto Tüttüt (SglW) n Auto (Kindersprache)

Auto Tüttüt (SglW) n Auto (Kindersprache)

Badestuom, -stüöms m Badestube, Badezimmer

Badéstú~´øm, -st´ü~ô´mß m Badestube, Badezimmer

Balla (SglW) m Ball [Willt wi Balla spiëlen? – Wollen wir Ball spielen?] (Kindersprache)

Ballá (SglW) m Ball [Willt wi Ballá spí~élén? – Wollen wir Ball spielen?]

bieplögen [plögde (auch: plögede) bie, bieplögt (auch: bieplögét)] dazupflügen [die letzte Furche; der Bauer, der bei nachbarten Ackerflächen als zweiter pflügt, pflügt die Trennfurche und damit den Boden auf sein Feld – bei langen Grenzen eine merkliche Vergrößerung seines Ackers. Kann Grund für Streit sein.]

bieplögén [plöchdé (auch: plögédé) bie, bieplöcht (auch: bieplögét)] dazupflügen [die letzte Furche; der Bauer, der bei benachbarten Ackerflächen als zweiter pflügt, pflügt die Trennfurche und damit den Boden auf sein Feld – bei langen Grenzen eine merkliche Vergrößerung seines Ackers. Kann Grund für Streit sein.]

Blaulecht (SglW) n Blaulicht (an Rettungsfahrzeugen etc.) [De is mit Blaulecht weggkuemmen. – Der ist mit Blaulicht weggekommen (= ins Krankenhaus gekommen).][Denn häbbt se mit Blaulecht un Tatütata afhalt. – Den haben sie mit Blaulicht und Martinshorn abgeholt (und zur Polizeiwache gebracht).]

Blaulécht (SglW) n Blaulicht (an Rettungsfahrzeugen etc.) [De ißß mít Blaulécht wéchkú~émmén. – Der ist mit Blaulicht weggekommen (= ins Krankenhaus gekommen).][Denn häbbt ßé mít Blaulécht unn Tátütáta affhalt. – Den haben sie mit Blaulicht und Martinshorn abgeholt (und zur Polizeiwache gebracht).]

Breefwaoge, -n f Briefwaage

Breefwøgé, -n f Briefwaage

Bruutpennig, -e m Brautpfennig (Mädchen sammelten über Jahre Pfennigmünzen, um sich davon ihre Brautschuhe zu kaufen. Das Bezahlen mit kiloweise Kupfermünzen war bei den Schuhhändlern nicht gern gesehen.)

Bruutpenních, -pennígé m Brautpfennig (Mädchen sammelten über Jahre Pfennigmünzen, um sich davon ihre Brautschuhe zu kaufen. Das Bezahlen mit kiloweise Kupfermünzen war bei den Schuhhändlern nicht gern gesehen.)

buffken [buffkede, buffket] tief husten, husten bei starken Erkältungen (auch: bluffken)

buffkén [buffkédé, buffkét] tief husten, husten bei starken Erkältungen (auch: bluffkén)

Dagg, Dage m Tag [mit wat vön ´n Dagg kuemmen – mit etwas herausrücken, ein Geständnis machen][vör Dagg un Dage upstaohn – sehr früh aufstehen][unner Dage arbeiden – unter Tage arbeiten][Et wätt Dagg. – Es wird Tag.][up siene ollen Dage – auf seine alten Tage, in seinem Alter][in ‘n Dagg harin liäben – in den Tag hinein leben, seine Zeit planlos vertrödeln] [Dat duert ewig un drei Dage. – Das dauert ewig und drei Tage, das dauert sehr lange.]

Dách, Dagé m Tag [mít watt f´ôn ´n Dach kú~émén – mit etwas herausrücken, ein Geständnis machen][f´ô: Dách unn Dagé uppstøhn – sehr früh aufstehen][unné: Dagé a:beidén – unter Tage arbeiten][Ett wätt Dách. – Es wird Tag.][upp ßiené ollén Dagé – auf seine alten Tage, in seinem Alter][ín ‘n Dách hárín lí~´äbén – in den Tag hinein leben, seine Zeit planlos vertrödeln][Datt duu~é:t ewích unn drei Dagé. – Das dauert ewig und drei Tage, das dauert sehr lange.]

Draimstaken (Pl = Sgl)(SchimpfW) m Traumtänzer, Spinner

Draimstakén (Pl = Sgl)(SchimpfW) m Traumtänzer, Spinner

Dreiplattenhärd, -e m Dreiplattenherd (Kochmaschine mit 3 Kochplatten)

Dreiplatténhä:d, -é m Dreiplattenherd (Kochmaschine mit 3 Kochplatten)

drupppassen [pöss (auch: passde) drupp, drupppasst] draufpassen [De Breef is te lang, de päss up eene Siete nich drupp. – Der Brief ist zu lang, der passt auf eine Seite nicht drauf.]

drupppaßßén [pôßß (auch: páßdé) drupp, drupppaßßt] draufpassen [De Breef ißß té láng, de päßß upp eené Ssieté ních drupp.- Der Brief ist zu lang, der passt auf eine Seite nicht drauf.]

druppstaohn [stönd drupp, druppstaohn] draufstehen [Ick konn nich men liäsen, wat up denn Graffsteent druppstönd. – Ich konnte nicht mehr lesen, was auf dem Grabstein draufstand.]

druppstøhn [st´ônd drupp, druppstøhn] draufstehen [Ick kønn ních mén lí~´äsén, wát upp denn Chraffsteent druppst´ônd. – Ich konnte nicht mehr lesen, was auf dem Grabstein draufstand.]

Düstern (SglW) (?) Dunkeln [He is in ‘n Düstern nao Huus kuemmen. – Er ist im Dunkeln nach Hause gekommen.]

Düüßté:n (SglW) (?) Dunkeln [He ißß ín ‘n Düüßté:n n´ø Huuß kú~émmén. – Er ist im Dunkeln nach Hause gekommen.]

dwiärsversett’ querversetzt (z.B. bei einer versetzten Straßenkreuzung: eine der Straßen führt versetzt geradeaus, man muss also kurz nacheinander zweimal abbiegen)

dwí~´ä:ßfé:ßett’ querversetzt (z.B. bei einer versetzten Straßenkreuzung: eine der Straßen führt versetzt geradeaus, man muss also kurz nacheinander zweimal abbiegen)

Gang, Gänge m Gang [wat in Gang setten – etwas in Gang setzen, etwas einschalten][De Piepe in Gang setten – die Pfeife anzünden] [mit wat in ‘e Gänge kuemmen – mit etwas in die Gänge kommen, mit etwas (schwerfällig) beginnen] (s.a. Gank)

Cháng, Ch´ängé m Gang [wát ín Cháng ßettén – etwas in Gang setzen, etwas einschalten][De Piepé ín Cháng ßettén – die Pfeife anzünden] [mít wát ín ‘é Ch`ängé kú~émmén – mit etwas in die Gänge kommen, mit etwas (schwerfällig) beginnen] (s.a. Chánk)

glaiben [gloffde, glofft] glauben (auch: glaiwen) (in Redensarten auch eingeschliffen ohne “g”: “Dat laif ick nich.” – Das glaub ich nicht.) [Dat glaiwick för di mit. – Das glaube ich für dich mit, davon bin ich felsenfest überzeugt, auch wenn du es nicht glauben willst.] [Kiär(l) glöffs ‘e! – Kerl glaubst du (= also glaubst du! (= Ausruf der Entrüstung).]

chlaibén [chløffdé, chløfft] glauben (auch: chlaiwén) (in Redensarten auch eingeschliffen ohne “ch”: “Datt laif ick ních.” – Das glaub ich nicht.) [Datt chlaiwick f´ô: di mít. – Das glaube ich für dich mit, davon bin ich felsenfest überzeugt, auch wenn du es nicht glauben willst.] [Kí~´ä:(l) chlôffs ‘é! – Kerl glaubst du (= also glaubst du! (= Ausruf der Entrüstung).]

Häckselholt (SglW) n Häckselholz (durchgehäckseltes Holz, wird z.B. zum Mulchen in Beeten, als Wegestreu oder zum Anfeuern genutzt)

Häckßélh´ølt (SglW) n Häckselholz (durchgehäckseltes Holz, wird z.B. zum Mulchen in Beeten, als Wegestreu oder zum Anfeuern genutzt)

Heckschiebe, -n f Heckscheibe (Auto)

Heckschiebé, -n f Heckscheibe (Auto)

herunnerschmieten [schmeet herunner, häff herunnerschmiëten] herunterschmeißen (derb), herunterwerfen

hérunné:schmietén [schmeet hérunné:, häff hérunné:schmí~étén] herunterschmeißen (derb), herunterwerfen

iesgries eisgrau (z.B. Augenfarbe)

ießchrieß eisgrau (z.B. Augenfarbe)

inhaolen [höll(de) in, inhaolen] einhalten [De Maoten mossen genau inhaolen wärn. – Die Maße mussten genau eingehalten werden.]

ínhølén [hôll(dé) ín, ínhølén] einhalten [De Møtén møßßén chénau ínhølén wä:n. – Die Maße mussten genau eingehalten werden.]

kaole Hand, kaole Hande (f) (kalte Hand) Metallzange zum Abheben heißer Töpfe vom Herd

kølé Hánd, kølé Hándé (f) (kalte Hand) Metallzange zum Abheben heißer Töpfe vom Herd

Kerktiet (SglW) f Kirchzeit, Messzeit

Ké~á:ktiet (SglW) f Kirchzeit, Messzeit

Kerl, -s (auch: -e) m Kerl [Dat is ‘n gueden Kerl – wenn ‘e schlöpp. – Das ist ein guter Kerl – wenn er schläft.][Ker(l) no’ maol! – Kerl noch mal! (Ausruf der Entrüstung, Überraschung o.ä.)]

Ké~á:l, -ß (auch: -é) m Kerl [Datt ißß ‘n chú~édén Ké~á:l – wenn ‘é schlôpp. – Das ist ein guter Kerl – wenn er schläft.][Ké~á:(l) n´ø’ møl! – Kerl noch mal! (Ausruf der Entrüstung, Überraschung o.ä.)]

Klattke, -n f [SchimpfW] unordentliche Frau, schmutzige Frau

Klattké, -n f [SchimpfW] unordentliche Frau, schmutzige Frau

Kodäckkodäck (SglW) n Schwein (Kindersprache)

Kodäckkodäck (SglW) n Schwein (Kindersprache)

Lämpi (SglW) n Lampe [Mama mäck Lämpi an. – Mama macht die Lampe an (dann hast du keine Angst im Dunkeln).] (Kindersprache)

L´ämpi (SglW) n Lampe [Mámá mäck L´ämpi án. – Mama macht die Lampe an (dann hast du keine Angst im Dunkeln).] (Kindersprache)

laupen [löp (auch: loppde), häff (auch: bin, is) loppt (auch: laupen)] laufen [mit een’ laupen – mit jemandem gehen, befreundet sein][Schlittschoh laupen – Schlittschuh laufen][Lao ‘t doch laupen, wu ‘t will. – Lass es doch laufen, wie es will.]; verlaufen (in der Redensart: Dat is in ‘n Sand laupen. – Das ist im Sand verlaufen, das war vergebens.)[De Blagen sind (auch: häbbt) guet laupen. – Die Kinder sind gut gelaufen.] [Dat is helle guet laupen. – Das ist sehr gut gelaufen, das hat sehr gut geklappt.][Ick löp up ‘t lesste mit Reinhild. – Ich war hochschwanger mit Reinhild.][He is nich wier an ‘t Laupen kuemmen. – Er ist nicht wieder ans Laufen gekommen, er ist bettlägerig geblieben (auch: gestorben).][De löp mi dauernd vör de Beene. – Der lief mir ständig vor den Beinen, der war ständig im Weg.]; gehen [te Fote nao Mönster laupen – zu Fuß nach Münster gehen]

laupén [lööp (auch: løppdé), häff (auch: bín, ißß) løppt (auch: laupén)] laufen [mít een’ laupén – mit jemandem gehen, befreundet sein][Schlittschoh laupén – Schlittschuh laufen][Lø ‘t d´øch laupén, wu ‘t will. – Lass es doch laufen, wie es will.]; verlaufen (in der Redensart: Datt ißß ín ‘n Sánd laupén. – Das ist im Sand verlaufen, das war vergebens.)[De Blagén ßínd (auch: häbbt) chú~ét laupén. – Die Kinder sind gut gelaufen.] [Datt ißß hellé chú~ét laupén. – Das ist sehr gut gelaufen, das hat sehr gut geklappt.][Ick löp upp ‘t leßßté mít Reinhild. – Ich war hochschwanger mit Reinhild.][He ißß ních wí~é: án ‘t Laupén ku~emmén. – Er ist nicht wieder ans Laufen gekommen, er ist bettlägerig geblieben (auch: gestorben).][De löp mi dau~é:nd f´ô: dé Beené. – Der lief mir ständig vor den Beinen, der war ständig im Weg.]; gehen [té Foté n`ø M´ônßté: laupén – zu Fuß nach Münster gehen]

olle Dage Alter [Mott de up siene ollen Dage dao noch upkleiën? – Muss der auf seine alten Tage (= in seinem Alter) da noch draufklettern?]

øllé Dagé Alter [Møtt de upp ßiené øllén Dagé dø n´øch uppklei~én? – Muss der auf seine alten Tage (= in seinem Alter) da noch draufklettern?]

pickepackevull völlig voll, völlig gefüllt (Steigerung durch Verdoppelung) (auch: Kindersprache)

picképackéfull völlig voll, völlig gefüllt (Steigerung durch Verdoppelung) (auch: Kindersprache)

Posten staohn [stönd Posten, häff Posten staohn] (auf) Posten stehen, Wache halten [Ick wäör to ‘t Posten staohn indellt. – Ich war zum Wachestehen eingeteilt.]

P´øßtén støhn [st´ônd P´øßten, häff P´øßtén støhn] (auf) Posten stehen, Wache halten [Ick wô: to ‘t P´øßtén støhn índellt. – Ich war zum Wachestehen eingeteilt.]

Pötken, -kes n Pfötchen [sick ‘n witt Pötken maken – (sich ein weißes Pfötchen machen) sich anbiedern, sich einschmeicheln]

Pötkén, -kes n Pfötchen [ßíck ‘n witt Pötkén makén – (sich ein weißes Pfötchen machen) sich anbiedern, sich inschmeicheln]

Pulla, -s f Babyflasche (mit Milch) (Kindersprache)

Pullá, -ß f Babyflasche (mit Milch) (Kindersprache)

Pullebüksken, -kes n Pullebäuchlein (unbedeckt) (Kindersprache)

Pullébükßkén, -kes n Pullebäuchlein (unbedeckt) (Kindersprache)

Püppi, -s f Püppchen [mit Püppi spiëlen – mit der Puppe spielen] (Kindersprache)

Püppi, -s f Püppchen [mít Püppi spí~élén – mit der Puppe spielen] (Kindersprache)

puttepatt maken tapsig an der Hand laufen (Kleinkind) (Kindersprache)

puttépatt makén tapsig an der Hand laufen (Kleinkind) (Kindersprache)

Puttputt Lockruf für Hühner (s.a. Kuupkuup)

Puttputt Lockruf für Hühner (s.a. Kuupkuup)

Puttputt (SglW) m Traktor (Kindersprache)

Puttputt (SglW) m Traktor (Kindersprache)

Ruttkebuckse, -n f Rutschhose, Krabbelhose (für kleine Kinder, aber auch als Überziehhose beim Kartoffelsuchen auf großen Feldern, als Kartoffeln noch von Hand aufgelesen wurden)

Ruttkébuckßé, -n f Rutschhose, Krabbelhose (für kleine Kinder, aber auch als Überziehhose beim Kartoffelsuchen auf großen Feldern, als Kartoffeln noch von Hand aufgelesen wurden)

Schierkartuffeln (PlW) Kartoffelgericht (Kartoffeln mit Soße, Braten oder Bratwurst und Rotkohl, Spinat o.ä.)

Schierkà:tufféln (PlW) Kartoffelgericht (Kartoffeln mit Soße, Braten oder Bratwurst und Rotkohl, Spinat o.ä.)

Schmachtlapperie (SglW) f Hungerleiden (abf.), Hunger

Schmáchtlappérie (SglW) f Hungerleiden (abf.), Hunger

Schwattschlachtung, -en f Schwarzschlachtung (illegale Schlachtung in den ersten Jahren nach dem 2. Weltkrieg. Das Verbot der Schwarzschlachtung wurde vom Landesernährungsamt in Unna überwacht. Sobald die Kontrolleure auftauchten, wurde blitzschnell von Hof zu Hof der Warnruf “”Unna kümmp!”” weitergegeben.)

Schwattschláchtúng, -én f Schwarzschlachtung (illegale Schlachtung in den ersten Jahren nach dem 2. Weltkrieg. Das Verbot der Schwarzschlachtung wurde vom Landesernährungsamt in Unna überwacht. Sobald die Kontrolleure auftauchten, wurde blitzschnell von Hof zu Hof der Warnruf “”Unna kümmp!”” weitergegeben.)

Siedenis, -nisse (alt) f Niederung, Senke (auch: Sietenis)

Siedéníß, -nissé (alt) f Niederung, Senke (auch: Sieténíß)

Sietenis, -nisse (alt) f Niederung, Senke (auch: Siedenis)

Sieténíß, -nissé (alt) f Niederung, Senke (auch: Siedéníß)

Sietenschiebe, -n f Seitenscheibe (Auto)

Ssieténschiebé, -n f Seitenscheibe (Auto)

spinkelt klein gepunktet (Stoff, Tapete), gesprenkelt

spínkélt klein gepunktet (Stoff, Tapete), gesprenkelt

Strumpföte (PlW) m Strumpffüße [in Strumpföte laupen – mit Strumpffüßen (= mit Socken, aber ohne Schuhe) laufen]

Strúmpföté (PlW) m Strumpffüße [in Stúmpföté laupén – mit Strumpffüßen (= mit Socken, aber ohne Schuhe) laufen]

Strüppbuckse, -n f Hose mit Gummizug (Schlüpfer, Trainingshose); zu eng sitzende Hose

Strüppbuckßé, -n f Hose mit Gummizug (Schlüpfer, Trainingshose); zu eng sitzende Hose

Suptour, -n f Sauftour

Suptu~é:, -n f Sauftour

Telefonhäörer, -s m Telefonhörer

Téléf´ønhôré:, -ß f Telefonhörer

to rechte Tiet zur rechten Zeit, rechtzeitig [He hadde verschlaopen, wäör aower doch no’ jüst to rechte Tiet up de Arbeid. – Er hatte verschlafen, war aber doch noch gerade rechtzeitig auf der Arbeit.]

to réchté Tiet zur rechten Zeit, rechtzeitig [He haddé fé:schløpén, wô: øwé: d´øch n’ ø’ jüßßt to réchté Tiet upp dé A:beid. – Er hatte verschlafen, war aber doch noch gerade rechtzeitig auf der Arbeit.]

üöwertokuemmen [kammp (auch: köm) üöwer to, is üöwertokuemmen] drüberzukommen [He woll jüst ut ‘t Kittken utbriäken, dao is emm de Pollzist üöwertokuemmen. – Er wollte gerade aus dem Gefängnis ausbrechen, da ist ihm die Polizei drüberzugekommen.]

´ü~´ôwé:tokú~émmén [kammp (auch: köm) ´ü~´ôwé:to, ißß ´ü~´ôwé:tokú~émmén] drüberzukommen [He wøll jüßßt ut ‘t Kittkén utbrí~´äken, dø ißß emm de Pøllzíßt
‘ü~´ôwé:tokú~émmén. – Er wollte gerade aus dem Gefängnis ausbrechen, da ist ihm die Polizei drüberzugekommen.]

vörbieküennen [konn vörbie, vörbiekonnt] vorbeikönnen [Dat ganze Wiärks lagg so breet up de Straote, dat de Autos nich vörbiekonnen. – Das ganze Zeug lag so breit auf der Straße, dass die Autos nicht vorbeikonnten.]

f´ô:biek´ü~énnén [kønn f´ô:bie, f´ô:biekønnt] vorbeikönnen [Dát chánzé Wí~´ä:kß lách ßo breet upp dé Strøté, dát de Autoß ních f´ô:biekønnén. – Das ganze Zeug lag so breit auf der Straße, dass die Autos nicht vorbeikonnten.]

wiederschlaopen [schlöp (auch: schloppde) wieder, wiederschloppt (auch: -schlaopen)] weiterschlafen [Blief liggen un schlaop wieder! – Bleib liegen und schlaf weiter!]

wiedé:schløpén [schlöp (auch: schløppdé) wiedé:, wiedé:schløppt (auch: -schløpén)] weiterschlafen [Blief liggén ún schløp wiedé:! – Bleib liegen und schlaf weiter!]

wiederseihn [söch (auch: säöch) wieder, wiederseihn] weitersehen [Wi wiëllt muorn äs wiederseihn. – Wir wollen morgen mal weitersehen (= wir überlegen uns morgen, was wir weiterhin machen).

wiedé:ßeihn [ßööch (auch: ßôôch) wiedé:, wiedé:ßeihn] weitersehen [Wi wí~ellt mú~ø´:n äßß wiedé:ßeihn. – Wir wollen morgen mal weitersehen (= wir überlegen uns morgen, was wir weiterhin machen).

winkewinke maken [mök winkewinke, häff winkewinke makt] winkewinke machen, zum Abschied mit der Hand winken (Kindersprache)

wínkéwínké makén [mök wínkéwínké, häff wínkéwínké makt] winkewinke machen, zum Abschied mit der Hand winken (Kindersprache)